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Installation BoxSox, München 2014

Strumpfhosen sind ein Material der weiblichen Intimsphäre, ein intimes Kleidungsstück. Durch die Schaffung eines Raumes mit weißen halbtransparenten Strumpfhosen wird es ermöglicht, in diesen Raum hineinzublicken und somit die Intimsphäre zu durchstoßen. Dadurch ergibt sich eine voyeuristische Situation. Der Betrachter möchte durch die Strumpfhosen und die sich ergebenden Zwischenräume hindurchblicken und
wird zwei Bilder sehen können. Die Strumpfhosen selbst sind durch die Präparierung in ihrer Form deformiert und dreibeinig. Sie stellen eine
Analogie zu den Figuren dar, die ich in meinen Bildern male und an die Stirnseite des neuen Raumes hänge. Die Motive der Bilder stehen für die Vermischung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Hässlichkeit und Schönheit, von Toleranz und Intoleranz. Durch den voyeuristischen Ansatz und das Motiv der Bilder verwischen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, diskret und vulgär.

Die Arbeit ist eine Anlehnung an Marcel Duchamps Installation „Etant donnés“, bei der der Betrachter durch ein Guckloch einen weiblichen Akt in einer Landschaft betrachten kann. Die Arbeit soll eine Weiterführung meiner Dauerinstallation „Jungfrauen 2“ in der Zentrale des Goethe Institut München sein. Bei der jetzt vorgestellten Installation wird das Konzept um die Bilder weiterentwickelt.

In dem Treppenaufgang ist die besondere Situation vorhanden, einen Raum zu schaffen, der sich in die gegebene Architektur natürlich eingliedert, ohne störend oder aufgesetzt zu wirken. Die Installation zielt darauf ab, eine räumliche Tiefe zu schaffen.

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Dezember 11th, 2014|

Einladung / Ana Pusica @ Art&Space Gallery

Ana Pusica
ART & SPACE GALLERY
 
VERNISSAGE
Donnerstag, 18. September 2014 | 18.30 – 22 Uhr
Herrnstr. 13 | 80539 München
 
 
AUSSTELLUNG
19. September – 1. November 2014
Dienstag – Freitag 14 – 19 Uhr | Samstag 10 – 15 Uhr
Ana Pusica at Art&Space Gallery_Brigitte Henninger
 
September 14th, 2014|

VIDEO BOXSOX – Licht, Luft und Linien

August 31st, 2014|

Herzliche Einladung / Ana Pusica / Jahresausstellung 2014

 

Herzliche Einladung zu

Ana Pusica
Jahresausstellung 2014
Akademie der Bildenden Künste München

Installation BOXSOX, Treppenaufgang links, Altes Gebäude
Klassenausstellung „Schwarzarbeit“, 1. OG Räume A.O1.16, A.O1.17

Eröffnung FR 11.07.14 | 16:00 Uhr im Foyer des Altbaus
Ausstellung SA 12.07. – SO 20.07.14
Öffnungszeiten MO – FR 14:00 – 21:00 Uhr | SA / SO 11:00 – 21:00 Uhr
Akademiestrasse 2-4, 80799 München

Persönliche Termine nach Vereinbarung:
info@ana-pusica.com

 Einladung JA2014 Seite 2
Juli 6th, 2014|

Ausstellung – DIOSKUREN

Ana Pusica | www.ana-pusica.com

Ana Pusica malt großformatige Acrylbilder in leuchtenden Pink- und Rottönen. Fragmentarische Darstellungen abstrahierter Gestalten repräsentieren den postmodernen Körper zwischen den Geschlechtern. Pusica spielt mit den kulturell tradierten Assoziationen, die Betrachtende den verwendeten Farben gegenüber haben. Die Künstlerin fordert die Rezipierenden damit heraus, ihr Werk in Anbetracht ikonografischer Normen zu untersuchen. Ihr wilder und beinahe gewalttätiger Malduktus unterstreicht die Kraft ihrer Farbe – Who’s afraid of Pink?

[Mira Naß]

Eröffnung und Katalog-Präsentation: Donnerstag, 05. Juni 2014 | 18.30 – 22 Uhr

Begrüßung: Klaus von Gaffron – Prof. Anke Doberauer | Einführung: Prof. Dr. Burcu Dogramaci
Dauer: 06. – 21. Juni 2014
geöffnet: Mi / Fr – So 11 – 18 Uhr . Do 11 – 20 Uhr . an Feiertagen ist die Galerie geschlossen.

Galerie der Künstler | BBK – Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern e.V
Maximilianstraße 42 | 80538 München | Tel.: + 49 89 220463 | www.bbk-muc-obb.de

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Mai 29th, 2014|

Freunde der Künste: Ana Pusica stellt jede Abweichung von Normen in Frage – zu sehen im Goethe Institut München

Freundederkuenste[ Von: GFDK – Ana Pusica

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie „Szenenwechsel“. Die Beschäftigung mit junger, zeitgenössischer Kunst, die einen Grundsatz der Arbeit in den 150 Instituten weltweit darstellt, findet somit ihren sichtbaren Ausdruck in der Zentrale des Goethe-Instituts.

2011 begann die auf mehrere Jahre hin angelegte Kooperation und Ausstellungsserie „Szenenwechsel“. Die Werke werden für zwei Jahre in den Korridoren und Räumen der Zentrale des Goethe-Instituts zu sehen sein. Szenenwechsel II wird in Zusammenarbeit zwischen der Akademie der Bildenden Künste München und der Zentrale des Goethe-Instituts in 2014 fortgesetzt.

Installation „Jungfrauen 2“ von Ana Pusica

Das Projekt „Jungfrauen 2“ beschäftigt sich mit den Fragen der Identität, der Verformung des Körpers und des menschlichen Charakters. Akzeptiert ein Individuum in der heutigen Konsumgesellschaft die Zuordnungen und Zwänge, die ihm auferlegt werden bis hin zur Aufgabe der eigenen persönlichen Identität? Und kann ein Künstler, der Teil dieser Gesellschaft ist, überhaupt eine kritische Position dazu beziehen?

Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit

Die Dynamik der modernen Welt scheint alles zu akzeptieren und für alles Verständnis zu haben. Doch gleichzeitig stellt sie eine Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit heraus. Jegliches Anderssein und Abweichungen von der Norm werden in Frage gestellt.  Moralische Einstellung, sexuelle Orientierung, Deformierung des menschlichen Körpers und Charakters, Pornografie und Religion, all dies sind Themen, die unmittelbares Aufsehen erregen. Sie sind allgegenwärtig präsent, bewusst akzeptiert, aber zugleich provozierend.

Mit der Installation „Jungfrauen 2“ verlässt die Künstlerin Ana Pusica ihre übliche Schaffenswelt, die Malerei, und überprüft ihre persönliche Position und Meinung zu diesem Thema und wechselt dazu in ein anderes Medium.

Ana Pusica vermischt Grenzen

Die Installation „Jungfrauen 2“ besteht aus 51, auf Wäscheleinen aufgespannten halbtransparenten Strumpfhosen. Sie ist in der Zentrale des Goethe Instituts München in einem 25 Meter langen Glasdurchgang, der zwei Bürokomplexe miteinander verbindet, aufgebaut. Mit der Exposition dieses Materials der weiblichen Intimsphäre in einem Arbeitsumfeld, verwischen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, diskret und vulgär.  Die Strumpfhosen sind durch die Präparierung in ihrer Form deformiert und dreibeinig. Sie stellen eine Analogie zu den Figuren dar, die sich in Ana PusicasGemälden wiederfinden. Sie stehen für die Vermischung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Hässlichkeit und Schönheit, von Toleranz und Intoleranz. Gleichzeitig repräsentiert diese Aufreihung von 51 identischen Strumpfhosen den Verlust der persönlichen Identität. Der Versuch, gesellschaftlichen Anforderungen wie Anerkennung und Ästhetik gerecht zu werden, geht in Uniformität unter.

Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft

„Jungfrauen 2“ ist durch ein intensives und starkes Pink charakterisiert und hat dadurch eine regelrechte Signalwirkung. Die Farbe Pink symbolisiert Unschuld, Jungfräulichkeit, Süße, Eleganz und Liebenswürdigkeit. Dadurch entsteht bei der Betrachtung eine vermeintliche Sinnesfreude und Glücksehlichkeit. Ana Pusicas Installation und der Versuch, Antworten zu geben, mündet in einem zwiespältigen Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft.

Kontakt: info@ana-pusica.com

Link zum Artikel:
http://www.freundederkuenste.de/galerie/werk-der-woche/werk/werk-der-woche-ana-pusica-stellt-jede-abweichung-von-normen-in-frage-zu-sehen-im-goethe-institut-muenchen.html
März 19th, 2014|

Ausstellung – 15 Positionen der Malerei

Ausstellungsmacher

Ana Pusica – 15 Positionen der Malerei

Eröffnung: Mittwoch, 12.02.2014, 18:30 Uhr

Ausstellungsdauer: Donnerstag 13.02.2014 – Sonntag 16.02.2014
Öffnungszeiten: Do/Fr 16-20 Uhr, Sa/So 12-20 Uhr

Akademie der Bildenden Künste München
Klasse Anke Doberauer
Altbau Raum A_01.16/17
Akademiestr. 2, 80799 München

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Januar 22nd, 2014|

Ausstellung Goethe Institut 2014 – 2016

S Z E N E N W E C H S E L II

Das Goethe-Institut und die Akademie der Bildenden Künste München laden herzlich zur Eröffnung des gemeinsamen Szenenwechsel II am 09.01.2014 um 17:30 Uhr ein.

Künstlerinnen und Künstler:
Ana Pusica, Constantin von Canal, Federico Delfrati, Helene Gette, Johanna Schelle, Leonid Hrytsak, Lydia Thomas, Maximilian Helk, Niko Abramidis, Regine Rode

Es sprechen:
Herr Prof. Dieter Rehm, Präsident der Akademie der Bildenden Künste
Herr Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts

Zentrale des Goethe-Instituts, Dachauer
Straße 122, Haus B, 1. OG. im Foyer

ANA PUSICA „Jungfrauen 2“
Installation 2014 – 2016

Das Projekt „Jungfrauen 2“ beschäftigt sich mit den Fragen der Identität, der Verformung des Körpers und des menschlichen Charakters. Akzeptiert ein Individuum in der heutigen Konsumgesellschaft die Zuordnungen und Zwänge, die ihm auferlegt werden bis hin zur Aufgabe der eigenen persönlichen Identität? Und kann ein Künstler, der Teil dieser Gesellschaft ist, überhaupt eine kritische Position dazu beziehen?

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Die Dynamik der modernen Welt scheint alles zu akzeptieren und für alles Verständnis zu haben. Doch gleichzeitig stellt sie eine Paradoxie bezüglich der persönlichen Freiheit heraus. Jegliches Anderssein und Abweichungen von der Norm werden in Frage gestellt. Moralische Einstellung, sexuelle Orientierung, Deformierung des menschlichen Körpers und Charakters, Pornografie und Religion, all dies sind Themen, die unmittelbares Aufsehen erregen. Sie sind allgegenwärtig präsent, bewusst akzeptiert, aber zugleich provozierend.

Mit der Installation „Jungfrauen 2“ verlässt die Künstlerin Ana Pusica ihre übliche Schaffenswelt, die Malerei, und überprüft ihre persönliche Position und Meinung zu diesem Thema und wechselt dazu in ein anderes Medium.

Die Installation „Jungfrauen 2“ besteht aus 51, auf Wäscheleinen aufgespannten halbtransparenten Strumpfhosen. Sie ist in der Zentrale des Goethe Instituts München in einem 25 Meter langen Glasdurchgang, der zwei Bürokomplexe miteinander verbindet, aufgebaut. Mit der Exposition dieses Materials der weiblichen Intimsphäre in einem Arbeitsumfeld, verwischen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, diskret und vulgär. Die Strumpfhosen sind durch die Präparierung in ihrer Form deformiert und dreibeinig. Sie stellen eine Analogie zu den Figuren dar, die sich in Ana Pusicas Gemälden wiederfinden. Sie stehen für die Vermischung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Hässlichkeit und Schönheit, DSC00430von Toleranz und Intoleranz. Gleichzeitig repräsentiert diese Aufreihung von 51 identischen Strumpfhosen den Verlust der persönlichen Identität. Der Versuch, gesellschaftlichen Anforderungen wie Anerkennung und Ästhetik gerecht zu werden, geht in Uniformität unter.

„Jungfrauen 2“ ist durch ein intensives und starkes Pink charakterisiert und hat dadurch eine regelrechte Signalwirkung. Die Farbe Pink symbolisiert Unschuld, Jungfräulichkeit, Süße, Eleganz und Liebenswürdigkeit. Dadurch entsteht bei der Betrachtung eine vermeintliche Sinnesfreude und Glücksehlichkeit.

Ana Pusicas Installation und der Versuch, Antworten zu geben, mündet in einem zwiespältigen Spannungsfeld von Brüchen und Anziehungskraft.

 

 

 

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Januar 20th, 2014|

Frischer Wind im Wasserturm

9. November 2012 – 18:31 Uhr
von Elisabeth Gais

Neue Galerie in Aubing

Frischer Wind im Wasserturm

Im ehemaligen Aubinger Wasserturm ist eine originelle Galerie entstanden. Künstler der Münchner Kunstakademie und Innenarchitekten stellen aus – z.B. ein Weizenfeld im Treppenhaus.

Der weithin sichtbare Turm wurde auf zwei Stockwerken liebevoll restauriert und jeder Raum hat ein eigenes farbliches und strukturelles Ambiente erhalten, welches durch die Werke der fünf jungen Künstler der Münchner Kunstakademie noch hervorgehoben wird. Die Galeristin hat jedem ein Zimmer zugeteilt, so dass Raum und Kunst eine interessante optische Verbindung eingehen.

An feuerroten Wänden im ersten Stock hängen die Acrylbilder von Ana Pusica, auf denen auch Rot- und Pinktöne vorherrschen. Im daneben liegenden Badezimmer, das einen Kiesboden und eine mit Kies gefüllte Badewanne als Sitzgelegenheit  aufweist, unterstreichen die schwarzen Bilder mit verschiedenen geometrischen Strukturen von Julia Schewalie aus Kasachstan die kühle Atmosphäre.

Für den deutschen Künstler Adrian Wald dient ein nicht restauriertes Zimmer mit einem verwaschenen blauen Anstrich als ideale Kulisse für sein weißes 16-teiliges Sprossenfenster, eine Art Raumteiler, der auf der Vorderseite den Ausblick auf die abendliche Landschaft zeigt, auf der Rückseite den Blick des Passanten ins Haus auf seinen Bewohner und die altmodische Einrichtung. Diese impressionistische Komposition in Blau-Weiß erinnert mit ihren romantischen Motiven an Delfter Fayencen.

Eindrucksvoll ist auch die Deckengestaltung „windfield“ im Treppenhaus: ein Team von Innenarchitekten hat mit goldenen Röhren an Nylonfäden ein imaginäres Weizenfeld geschaffen, das durch sanfte Windstöße bewegt wird.

Kunstgalerie wasserturm39, Am Aubinger Wasserturm 39, 81249 München (5 min. vom S-Bahnhof Aubing), Öffnungszeiten: Di, Do, Fr 12-19 Uhr, Sa 12-16 Uhr,  www.wasserturm39.com

 

http://www.muenchenblogger.de/kultur/neue-galerie-in-aubing-frischer-wind-im-wasserturm

November 15th, 2013|

Interview – 9 Fragen an Ana Pusica

12.02.2013 AABERkadabra #2

Ana Pusica macht großformatige Gemälde voll Farbkraft, Spontanität und Dynamik.

Der AABER Award zeichnet seit 2011 junge Künstler aus allen Bereichen der bildenden und darstellenden Kunst aus. Dieses Jahr findet er Ende Mai in München statt. Bis dahin wollen wir euch in der Reihe „AABERkadabra“ in unregelmäßigen Abständen Künstler vorstellen, die sich im Dunstkreis des AABER bewegen – 9 Fragen, 9 Antworten und eine Reihe signifikanter Bilder…

Im zweiten AABERkadabra stellen wir euch Ana Pusica vor…

1.  Was ist das Letzte, das du aufgeschrieben hast?

PINK P.

2. Kannst du den Entstehungsprozess deiner Arbeiten beschreiben?

Schon immer war ich an den selben Dingen interessiert: Räume, Zimmer, Figuren, Körperformen und Kontraste. Von Figuren war ich zuerst besessen. Ich versuche sie zu reduzieren und ihre Identität zu verstecken. Es hat mich immer fasziniert, was man mit einer Figur vor einem einfarbigen Hintergrund alles machen kann. Mit meiner Technik möchte ich die Monotonie des Hintergrunds aufbrechen. Das Modell ist sehr wichtig für mich. Immer, wenn ich aufgehört habe, mit einem Modell zusammenzuarbeiten, hatte ich Probleme mit meiner Arbeit weiterzukommen. Es kostet mich sehr viel Zeit und Mühe, ein neues und das richtige Modell zu finden. Modelle haben einen sehr großen Einfluß auf meine Ideen.

Seit fünf bis sechs Jahren arbeite ich an der Serie Räume auf kleinem Papierformat. Diese Bilder sind so etwas wie ein Tagebuch aus Farben. Auf der Leinwand habe ich dann bei dieser Serie versucht, mehr Dynamik im Hintergrund zu erzeugen. Ich wollte den gleichen Effekt von Stärke, Spontanität, Überlegenheit der Farben, Struktur, Materialität und dem Verhältnis der Farbzusammensetzung, wie in meinen vorherigen Bildern erreichen, aber ohne Figur. Ich wollte herausfinden, ob das Bild ohne Figur die gleiche Wirkung erzielt.

3. Was hat sich zuletzt überrascht und in Staunen versetzt?

Sehr lange habe ich kein Fernsehn geschaut. Doch neulich habe ich zufällig einen Abend vor dem TV verbracht. Ich war überrascht. Mit Brüsten kann man die Welt verkaufen. Ich habe nichts gegen Brüste. Ich war schockiert, dass es mich schockiert hat.

4. An welchen Orten bist du am kreativsten, an welchen Orten arbeitest du?

Im ersten Studienjahr hatte ich keinen festgelegten Ort zum Arbeiten. ich habe in der Mitte des Saals am Boden gemalt. Diese Tatsache machte meine Malerei noch interessanter. Wenn das Bild fertig war und an die Wand gehängt wurde, ist auch für mich die Überraschung immer groß gewesen. Ich male große Formate und wenn das auf Boden passiert, dann beansprucht das sehr den körperlichen Einsatz und Kraft. Nach der Malerei fühle ich mich, als wäre ich fünf Stunden im Fitnessstudio gewesen. So… Der Boden ist mein Lieblingsort. Wenn ich genug Boden habe, zerfließe ich in Glückseligkeit. Ich arbeite gerne mir anderen Künstlern im selben Raum. Ich benötige jemanden neben mir, der konzentriert und unauffällig seiner Arbeit nachgeht. Auch wenn ich sie dann gar nicht bemerke, irgendwie brauche ich sie, um auf dem Boden zu bleiben.

5. Wie würdest du den Kreis der Menschen beschreiben, mit denen du dich tagtäglich umgibst, die dich prägen?   

Ich verschenke kein Vertrauen. Ich bin anstrengend. Meine Freunde sind anstrengend. Sie sind problembehaftet und unendlich lustig zugleich. Ich bin von Menschen umgeben, die mir die Energie rauben und anderen, mit denen ich das Leben teile. Beide erweisen mir einen großen Gefallen.

6. Was planst du als nächstes?

Schon im Mai ist die Präsentation meines ersten Katalogs in Zusammenarbeit mit den Gallerien Radical Room und Hegemann. Zur Präsentation stelle ich eine neuen Serie von Bildern vor. Das ist ein guter Grund, noch mehr beschäftigt und nervöser zu sein.

7. Wovon träumst du?

I wanna be a rich bitch.

8. Wann und wie hast du dich entschieden, nichts klassisch „Vernünftiges“ zu machen sondern den Weg des Künstlers einzuschlagen?

Ich werde diese Frage mit einen Satz, den ich oft  und vor langer Zeit gehört habe, beantworten. Ich weiß nicht mehr, von wem und warum ich diesen Satz gehört habe, aber er vergnügt mich immer wieder. Er lautet: „Ich entschloß mich Künstler zu werden zu jener Zeit, als ich begriff, dass meine Arbeit nur einen Schritt vom Bett entfernt liegt“. Ich bin mir nicht sicher, ob wir Dinge, die uns bewegen wählen, oder Sie uns. Ich kann nichts besser als malen. Malerei ist für mich Nahrung und wenn ich Hunger habe, esse ich.

9. Welche Platte, welches Buch, welcher Film haben dich am stärksten geprägt?

Die Welt erfindet sich jeden Tag neu. Es ist unmöglich nur einen Favoriten  zu haben.

 

http://www.zeitjung.de/kultur/8516-ich-bin-anstrengend-interview-9-fragen-an-ana-pusica/#7

November 15th, 2013|